Urlaub in British Columbia
(Kanada)

Sonntag, 08.06
Wir wollen weg aus Calgary, dass Wetter ist mehr als bescheiden. Also bauen wir unsere “Zelte” ab und machen uns auf den Weg nach Drumheller. Nur rd. 120 km liegen vor uns. Drumheller isi östl. von Calgary und liegt am Red Deer River. Bekannt wurde Drumheller durch Funde von Dinosaurierfossilien im Red Deer River Valley. Im Ort angekommen, checken wir am frühen Nachmittag für 2 Nächte auf dem Dinosaur Trailerpark ein. Im Anschluß machen wir eine Rundfahrt durch die Umgebung und besuchen das Tyrrell Museum, dass sich etwas außerhalb des Ortes befindet-

Montag, 09.06
Wetter durchwachsen, es ist wärmer geworden. Heute Umgebungs-Sightseeing. In unserem Tourbuch steht : Besuch des “Last Chance Saloon”, Hoodoos Feld, stillgelegte CoalMine und eine Suspension Bridge (Hängebrücke) über den Red Deer River. Der Last Chance Saloon, der älteste Saloon in der Gegend, war geschlossen, also weiter. Wir fanden eine Mine die besichtigt werden konnte, aber nur die Einrichtungen übertage. Untertage durften wir aus Sicherheitsgründen nicht, wurde gerade renoviert. Dann weiter zu den Hoodoos, das sind vom Wind geformte Steinsäulen, in der Nähe von Drummheller. Zum Schluß gingen wir über eine Hängebrücke die über den Red Deer gespannt war. Diese Brücke wurde ursprünglich von einer Minengesellschaft über den Fluss gespannt, dass die Bergleute zu ihrer Arbeitsstelle gekommen sind, sonst wäre tägliches schwimmen angesagt gewesen.
Ach ja, den größten Saurier der Welt haben wir auch noch bestiegen. Er steht in Drumheller vor dem Visitor-Center.

Dienstag, 11.06.
Wir brechen auf nach Montana - Yellowstone National Park. Das Wetter wird immer bescheidener - Durchschn. Temperatur: 10 - 16 Grad C. In Fort Mcleod übernachten wir und besuchen dort , rund 18 km nordwestlich, einen traditionellen, historischen indianischen Jagdplatz. Er befindet sich im Blackfoot Reservat und heißt:
Head-Smashed-In Buffalo Jump. Frei übersetzt: Kopf einschlagender Büffel Sprung. 1981 wurde dieser Platz zum UNESCO Kulturerbe erklärt. Auf dem Weg nach Fort Mcleod machten wir Rast in einem Town mit Namen Vulcan. Wenn man den Leuten glauben schenken kann hatten sie sogenannte “Vulcanier”, dass sind ausserirdische Besucher, zu Gast. Komischerweise hatten wir bei unserem Besuch in Vulcan schönes Wetter.

Mittwoch, 11.06
Fahren zum Waterton National Park. Regnet den ganzen Tag, stürmischer Wind, Temperatur 2 - 6 Grad C. Vor der amerikanischen Grenze in Waterton Village wird uns gesagt das der Grenzübergang gesperrt ist wegen Neuschnee. Was blieb uns anderes übrig , wir mussten einen 45 km langen Umweg fahren und sind bei Peigan (Montana) über die Grenze gegangen. Dafür waren wir aber auch gleich im Glacier National Park(USA), der Fortsetzung des Waterton NP (Kanada). Die Grenzübertritt - schnell und reibungslos. Nach elektronischer Abgabe der Fingerabdrücke und einem elektronischem Brustbild war die Sache erledigt. Halt, 6 US $ hat das 3 Monatsvisum auch noch gekostet. Notleidendtes Amerika - dafür waren die Lebensmittelpreise um einiges niedriger als in Kanada. Die 6 Doller hatten wir beim ersten Einkauf von Whisky und Bier schnell eingespart. Das Wetter wurde immer schlimmer, es schneite und regnete im Wechsel. Der Wind war so stark das wir manchmal dachten uns schmeißt es während der Fahrt den Trailer um. Also beim ersten Campground in St. Mary haben wir dann auch eingecheckt. Es schneite was vom Himmel runter ging. Schneehöhe gute 15 cm, ich war froh das ich mit dem Gespann auf den mir zugewiesenen Platz kam.

Donnerstag, 12.06
Heute lachte die Sonne wieder und wir haben uns vorgenommen über die “Going-to-the-sun-Road” und dem Logan-Pass nach Westen zu fahren, denn die Straße wurde uns am Campground empfohlen und als spektakulär bezeichnet. Leider und das schon nach ca. 13 Meilen war die Road gesperrt und der Fahrer eines Schneeräumgeräte teilte uns mit das es bestimmt noch 2 Tage dauern würde bis die Straße freigeräumt ist von den Schneemassen.
Also mussten wir davon Abstand nehmen diese spektakuläre Straße zu befahren. Zurück und Richtung Mary Glacier, das war die Alternative. Vorbei an einem 16 km langen See und prachtvollen Bergen die alle noch mit riesigen Schneemassen bedeckt waren

Freitag, 13.06.
Weiter geht es auf unseren Weg zum YNP. In Townsend (Montana) checken wir auf den Ferry Lake Campground ein. Heute ist mal wieder Waschtag. Unterwegs relativ langweilige Landschaft, grün, hügelig, Rinder. Irgendwann kam uns auf dem Hwy eine kleine Rinderherde, ca. 150 Tiere, entgegen die von 5 Cowboys getrieben wurde. Das war die einzige Abwechslung, ausser dem immer blasenden Wind.

Samstag, 14.06
Gegen 10.00 Uhr brechen wir auf und sind so um 14.00 Uhr am in 1620 m Höhe gelegenen Nordeingang des YNP. Am Tor zahlen wir unsere 25 US $ Eintritt, weiter geht es über den 2700 m hohen Dunraven Pass nach Canyon Village. Hier wollten wir eigentlich auf den Campground. war aber nichts, alles ausgebucht denn in Montana hatten die großen Sommerferien angefangen. Dank des Organisationstalentes und vielen Telefonaten haben uns die netten Damen am Empfang des Platzes zwei Stellplätze im 26 km entfernten Bridge Bay reservieren können. Natürlich griffen wir zu und buchten gleich für 3 Nächte. Wie heißt es doch: “Wo ein Wille, da ein Weg” oder so ähnlich. Jetzt ging es mit dem beruhigten Gefühl weiter nach Bridge Bay. An der Reception angekommen erfahren wir - zehn Minuten später und unsere aus der Ferne reservierten Plätze wären weggewesen. Da wir aber eine Anzahlung von 50 US $ geleistet hatten waren uns die Plätze sicher. Abends gab es dann ein Lagerfeuer und auf dem Feuer gegrillte gute Montana-Steaks. Wurde aber ganz schön kühl und des Nachts - bitterkalt.

Sonntag + Montag, 15./16.06
An beiden Tagen erkunden wir den NP ausgiebig. Wir besuchen alle Geysir Felder, beobachten Tiere, hauptsächlich Bisons die es massenhaft gibt. Auch einen Schwarzbären bekamen wir zu Gesicht, aber leider wurde er durch Parkrancher so stark abgeschirmt, dass er mir schon fast leid tat. So ein Aufstand den die Parkwächter da veranstaltet haben geht wirklich auf keine Kuhhaut. 3 Fz hatten sie aufgeboten und 8 Parkrancher waren anwesend. Die amerikanischen Goldreserven werden wahrscheinlich nicht so bewacht. Hier hat es sich bewahrheitet: steck jemand in eine Uniform und er hält sich für den wichtigsten Menschen auf Gottes Erdball. Da lob ich mir die Kanadier, die lassen solche Sachen viel ruhiger angehen. Natürlich besuchten wir auch “Old Faithful” den am höchsten blasenden Geysir im Park. Mussten zwar fast 45 min warten bis er sich endlich erbarmte tätig zu werden, aber es hat sich gelohnt. Abends, wie eigentlich jeden Abend im Park - Lagerfeuerromantik und in der Nacht, bittere Kälte. Dafür wurden wir aber täglich mit dem schönsten Wetter belohnt das man sich vorstellen kann.

Dienstag - Samstag, 17.06-21.06
Wir machen uns auf den Rückweg nach Kanada. Wir durchqueren dabei einen Teil von Wyoming, Idaho und Washington mit einer einfach schönen Landschaft. Auch das Wetter spielte mit. Erwähnen möchte ich den Birdland Bay Resort Campground in Thompson Falls (Idaho). Ein sehr schöner parkähnlicher CG mit allem was es nur an Annehmlichkeiten gibt. Sehr alter Baumbestand, gepflegter fast englischer Rasen und eine himmlische Ruhe die nur 2 x durch das dröhnen eines Zugsignalhorns unterbrochen wird. Am Freitag erreichen wir dann das kleine 120 Jahre alte Städtchen Winthrop. Hier übernachten wir für 2 Nächte, denn wir wollen die Western Atmosphäre genießen, die von diesem Ort ausgeht. Das einzige was dabei stört sind die vielen Harley`s die in langsamer Fahrt, aber mit viel Sound, die Mainstreet auf und ab fahren, trotz Nieselregens. Einen richtigen Biker graut vor nichts. Statt Pferde,wie es wahrscheinlich in den Gründerjahren war, stehen heute halt PikUps und Harleys, manchmal und vereinzelt sieht man auch andere Bikes. Abends gehen wir Essen in Mamas Steakhaus, ein richtig uriges altes Blockhaus. Die Steaks bis zu 1000 Gramm schwer werden auf dem Gasgrill vor der Hütte vom Ehemann gemacht. Dauerd halt etwas länger wie woanders, dafür schmeckt es besser und man hat Zeit das “gute” amerik. Bier zu testen. Beim 2ten Bier steigen wir aber auf das kanadische “Kookenay” Bier um das es GottseiDank auch gibt und das nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut wird. Klasse Bier, kann ich nur jeden Kanadareisenden und Biertrinker empfehlen. Am nächsten Tag schauen wir uns das Städtchen genau an, gehen shoppen, essen, trinken. Jeder kauft sich ein paar Kleinigheiten, die Frauen “indianischen” Schmuck der Made in China ist, genauso wie der stetsonähnliche Strohhut den ich mir kaufe. Es gibt eigentlich nichts zu kaufen was nicht in China hergestellt wird. Dafür ist aber auch alles mindestens 50% billiger als in Kanada. Nach einen anstrengenden Tag und einigen Dollars leichter fahren wir zurück auf den Campground, entzünden das für`s Feuer schon hingerichtete Holz und genehmigen uns die verschiedensten Drinks. So gegen 23.00 Uhr Localtime und der nötigen Bettschwere legen wir uns schlafen

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