|
Sonntag + Montag, 15./16.06 An beiden Tagen erkunden wir den NP ausgiebig. Wir besuchen alle Geysir Felder, beobachten Tiere, hauptsächlich Bisons die es massenhaft gibt. Auch einen Schwarzbären bekamen wir zu Gesicht, aber leider wurde er durch Parkrancher so stark abgeschirmt, dass er mir schon fast leid tat. So ein Aufstand den die Parkwächter da veranstaltet haben geht wirklich auf keine Kuhhaut. 3 Fz hatten sie aufgeboten und 8 Parkrancher waren anwesend. Die amerikanischen Goldreserven werden wahrscheinlich nicht so bewacht. Hier hat es sich bewahrheitet: steck jemand in eine Uniform und er hält sich für den wichtigsten Menschen auf Gottes Erdball. Da lob ich mir die Kanadier, die lassen solche Sachen viel ruhiger angehen. Natürlich besuchten wir auch “Old Faithful” den am höchsten blasenden Geysir im Park. Mussten zwar fast 45 min warten bis er sich endlich erbarmte tätig zu werden, aber es hat sich gelohnt. Abends, wie eigentlich jeden Abend im Park - Lagerfeuerromantik und in der Nacht, bittere Kälte. Dafür wurden wir aber täglich mit dem schönsten Wetter belohnt das man sich vorstellen kann.
Dienstag - Samstag, 17.06-21.06 Wir machen uns auf den Rückweg nach Kanada. Wir durchqueren dabei einen Teil von Wyoming, Idaho und Washington mit einer einfach schönen Landschaft. Auch das Wetter spielte mit. Erwähnen möchte ich den Birdland Bay Resort Campground in Thompson Falls (Idaho). Ein sehr schöner parkähnlicher CG mit allem was es nur an Annehmlichkeiten gibt. Sehr alter Baumbestand, gepflegter fast englischer Rasen und eine himmlische Ruhe die nur 2 x durch das dröhnen eines Zugsignalhorns unterbrochen wird. Am Freitag erreichen wir dann das kleine 120 Jahre alte Städtchen Winthrop. Hier übernachten wir für 2 Nächte, denn wir wollen die Western Atmosphäre genießen, die von diesem Ort ausgeht. Das einzige was dabei stört sind die vielen Harley`s die in langsamer Fahrt, aber mit viel Sound, die Mainstreet auf und ab fahren, trotz Nieselregens. Einen richtigen Biker graut vor nichts. Statt Pferde,wie es wahrscheinlich in den Gründerjahren war, stehen heute halt PikUps und Harleys, manchmal und vereinzelt sieht man auch andere Bikes. Abends gehen wir Essen in Mamas Steakhaus, ein richtig uriges altes Blockhaus. Die Steaks bis zu 1000 Gramm schwer werden auf dem Gasgrill vor der Hütte vom Ehemann gemacht. Dauerd halt etwas länger wie woanders, dafür schmeckt es besser und man hat Zeit das “gute” amerik. Bier zu testen. Beim 2ten Bier steigen wir aber auf das kanadische “Kookenay” Bier um das es GottseiDank auch gibt und das nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut wird. Klasse Bier, kann ich nur jeden Kanadareisenden und Biertrinker empfehlen. Am nächsten Tag schauen wir uns das Städtchen genau an, gehen shoppen, essen, trinken. Jeder kauft sich ein paar Kleinigheiten, die Frauen “indianischen” Schmuck der Made in China ist, genauso wie der stetsonähnliche Strohhut den ich mir kaufe. Es gibt eigentlich nichts zu kaufen was nicht in China hergestellt wird. Dafür ist aber auch alles mindestens 50% billiger als in Kanada. Nach einen anstrengenden Tag und einigen Dollars leichter fahren wir zurück auf den Campground, entzünden das für`s Feuer schon hingerichtete Holz und genehmigen uns die verschiedensten Drinks. So gegen 23.00 Uhr Localtime und der nötigen Bettschwere legen wir uns schlafen
|