Freitag, der 28.01.

Tagesziel: Lower Sabie Rest Camp im Krüger Nationalpark - Fahrstrecke ca. 200 km

Wie eigentlich jeden Tag, so geht es auch heute um 08.00 Uhr los. Heute nehmen wir eigentlich nur einen “Stellungswechsel” von einem Camp ins nächste vor. Das heisst “Pirschfahrt” auf der gesamten Strecke und das bestimmt bei 40 Grad Celsius. Gott sei Dank, die Klimaanlage im Fahrzeug funktioniert. Zuerst fahren wir zum Olifants Camp - eines der bekanntesten Rest Camps im K.N.P. Das Camp liegt auf einer Anhöhe und man hat von hier aus einen fast traumhaften Ausblick auf den im Tal fließenden Olifant River. Hier frühstücken wir ein zweitesmal und geniessen dabei den herrlich Rundblick. Tiere und zwar größere haben wir bis jetzt noch keine gesehen. Nach einer Stunde etwa machen wir uns wieder auf “die Socken”., denn jetzt wird es uns zu voll, die Touristen kommen. Langsam (mit nicht mehr als 40 km/h) geht es weiter. Unterwegs sehen wir dann einige Impalas, Zebras, Hippos und zwei Kudus. Nach ca. 70 km kommen wir zum grössten Affenbrotbaum im Park. Die Hitze steigt und auch die Lust zum rasten. Am Tshokwane Rastplatz, mit seinen weitausladenden Bäumen machen wir Rast und ruhen uns im Schatten der Baumkronen aus.
Ich zumindest, Roswitha verschwindet umgehend im Souveniershop. Hier auf dem Rastplatz und das sehe ich zum erstenmal, stehen Braais (dreibeinige Grills). Manche sind mit Holzkohle, andere mit Gas zu betreiben. Gasflaschen können im Restaurant ausgeliehen werden. Nach 60 minütiger Rast gehts weiter, auch wenn die Hitze nicht nachgelassen hat, deshalb macht es auch keinen großen Spass nach Tieren Ausschau zu halten. Bis auf Impalas und einer Elefantenfamilie in einiger Entfernung gibt es bis zum Lower Sabie Camp, unseren Übernachtungsplatz nichts mehr zum sehen.
Gegen 16.00 Uhr sind wir im Camp, wer bis jetzt noch keinen Elefanten gesehen hat, gleich vor der Reception steht einer und spritzt lustvoll mit Wasser. Wir checken ein, suchen uns einen Stellplatz und schließen an. Der Tag ist gelaufen, jetzt heisst es relaxen.

Samstag, der 29.01.
Tagesziel: Skukuza Rest Camp im K.N.P - Strecke: ca. 100 km

Abfahrt heute: 08.30 Uhr, haben nur eine kurze Strecke vor uns. Wieder Pirschfahrt. Heute haben wir Glück, wir sehen Elefanten, Hippos, Giraffen, Zebras und natürlich Impalas. Im Camp sind wir relativ früh, wenn man 13.30 Uhr als “früh” bezeichnen darf. Die übliche Prozedur mit dem Fz beginnt. Da sich auf dem Platz ein kleiner Einkaufsshop befindet ergänzen wir unseren Trinkwasservorrat, auch ein SechserPack Bier wird benötigt. Roswitha hat heute “grosse Wäsche” da es auch Waschmaschinen und Trockner gibt. Heute haz sie Zeit dafür. Ich und einige andere Tourteilnehmer schauen uns im kleinen Museeum um und gehen im Restaurant ein
Bierchen trinken. Temperatur gegen 14.30 Uhr: 37 Grad im Schatten: also viel Afrika und wenig Hofbräuhaus.

Einige Daten zum KNP
Gesamtfläche von rund 19500 qkm. Die Nord-Süd Ausdehnung beträgt ca. 350 km. Die mittlere West-Ost Ausdehnung mehr als 66 km. Der KNP ist Malariagebiet, es empfiehlt sich eine Malariaprohhylaxe.

Flagge und Wappen von Swaziland

Sonntag, der 30.01.
Tagesziel: Mlilwane Game Sanctury Reserve Camp in Swaziland - Strecke: ca. 270 km

Heute sind wir früh aufgestanden, schon um 03.00 Uhr morgens. Was tut man nicht alles nur um ein paar Tiere in freien Wildbahn zu sehen. Es findet eine Nachtsafari für die gesamte Gruppe statt. Um 04.00 Uhr soll`s los gehen, hoffentlich bringt uns das frühe aufstehen was. Das Wetter spielt zumindest nicht mit, es nieselt leicht und es ist relativ “kalt”. Wir besteigen also am Camptor die Safarifahrzeuge und fahren los. Ausserhalb des Camps werden die Suchscheinwerfer eingeschaltet die links und rechts am Fahrzeug angebracht sind und in den Busch ausleuchten. Es ist auf den Fahrzeugen ganz schön “schattig”, gut das wir Jacken mitgenommen haben. Tiere sehen wir in den nächsten zwei Stunden keine, bis auf eine Hyäne die am Wegerand längsschleicht. Zuerst wird es dämmrig, dann hell, weit und breit kein Tier. Gegen 06.30 Uhr macht sich unser Fahrer auf den Rückweg zum Camp, vorher aber wird noch ein kurzer Abstecher zu einem Wasserloch gemacht, der letzte Versuch. Am Wasserloch treffen wir auf ein Safarifahrzeug aus einem anderen Camp, auch diese Leute hatten heute kein Glück. Sie sahen genauso wenig oder viel wie wir. Also drehen wir um um zurück zu fahren. Da ruft ein Teilnehmer unserer Gruppe das er Löwen sieht. Alles guckt, nach einer kurzen Richtungseinweisung sieht man sie tatsächlich, drei Löwen ca. 500-700 m entfernt. Sie laufen ganz langsam in Richtung Wasserloch. Unser Fahrer stellt das Fahrzeug quer zum Wasserloch und schaltet den Motor ab. Jetzt stocken die Tiere, eines setzt sich und alle schauen aufmerksam Richtung WL. Gehen sie weiter oder nicht, daß ist jetzt die Frage. Niemand spricht, niemand verursacht Geräusche. Tatsächlich, der sitzende Löwe erhebt sich und die Tiere setzen sich wieder in Bewegung, eines hinter dem anderen, Abstand ca. 10-15 m von Tier zu Tier. Sie kommen näher, als sie noch ungefähr 100 m entfernt sind, verschwinden sie in einer Buschgruppe die sich zwischen uns und den Tieren befindet. Sie hört ungefähr 20 m vor uns auf. Die Löwen sind verschwunden. Wir warten, Unruhe kommt auf, der Fahrer bedeutet uns ruhig zu bleiben. Nach ca. 10 Minuten sehe ich wie ein Löwe langsam und vorsichtig aus dem Buschwerk heraustritt, seinen Blick auf unser Fahrzeug gerichtet. Er zögert kurz, geht dann aber weiter, direkt auf unser Fz zu. Stille herrscht, die anderen Tiere sind noch nicht zu sehen. Direkt neben uns, in ca. 5 m Entfernung setzt er sich hin und wie abgesprochen tritt der zweite Löwe aus dem Busch, läuft nach vorne und im Abstand von 10 m legt er sich hinter dem ersten Tier auf die Seite. Jetzt erscheint das dritte Tier, es tritt aus den Busch und legt sich sofort auf die Seite. Bestens insziniert, alle drei Löwen befinden sich nun im Abstand von jeweils 10 m
hintereinander auf der freien Fläche, so das wir ungehindert knipsen und filmen können.
Scheinbar perfekt eingeübt von den Tieren. Der Erste sitzt auf seinen Hinterfüssen, der Zweite und Dritte liegt auf der Seite. Nach einer gewissen Weile erscheint ein 2 tes, dann ein weiteres Safarifahrzeug. Die Tiere lassen sich nicht stören, nur der vorderste Löwe steht mal kurz auf, lauft einmal im Kreis, kratzt sich dann ausgiebig am Kopf und setzt sich wieder zurück auf seinen Platz. Wir fahren aber weiter, denn jetzt kommen immer mehr Fz und die wollen ihren Insassen auch was bieten. Das frühe aufstehen hat sich also gelohnt. Auf der Rückfahrt haben wir noch einmal eine Hyäne gesehen, sonst aber kein weitere Tier. Wie uns unser Fahrer im Camp sagt hat er auch noch nicht erlebt das sich Löwen soweit ans Fz herangetraut haben. Ist etwa heute unser Glückstag? Wir verstauen deshalb unsere Sachen und fahren mit dem Wohnmobil weiter.Tatsächlich begegnen wir heute, bis zum verlassen des KNP, noch Giraffen, Elefanten, Zebras und auch ein Nashorn begleitet uns parallel zur Straße. Übrigens unser erstes Rhino. Durch`s Malelane Gate verlassen wir dann den KNP und fahren in Richtung Swaziland in das wir heute noch einreisen. Nach ca. 50 km Fahrt sind wir an der Grenze angekommen. Die Grenzformalitäten gehen zügig von statten und schon nach 10 Minuten, nachdem wir 15 Rand pro Person - Eintritt - bezahlt haben, fahren Ede und ich mit unseren Fahrzeugen auf einer Swaziland Straße.
Swaziland ist ein Königreich, die Staatsform also eine Monarchie. Das Staatsoberhaupt ist zur Zeit: König Mswati III, Regierungschef: Sibusiso Barnabas Dlamini, Hauptstadt ist: Mbabane, Einwohner ca: 60.000 +/-, in Manzini der größten Stadt ca. 80.000 (+/-). Gesamteinwohnerzahl von Swaziland: ca. 1 Million, wahrscheinlich schon weit darüber. Rund 78% der Bevölkerung sind Christen. Die Währung heißt hier: Lilangeni (im Plural: Emalangeni) und 1 Rand = 1 Lilangeni. Die Straßen sind gut ausgebaut, entsprechen ungefähr unseren Bundesstraßen im Westen. Beschilderung sehr gut und leicht verständlich. Linksverkehr wie in ZA, erlaubte Geschwindigkeit: zwischen 80 und 100 km/h.
Nach rund 120 km und durchfahren der Hauptstadt müssen wir rechts abbiegen auf eine Sand- und Schotterpiste die und zu unserem heutigen Endziel, dem Mlilwane Game Sanctury Restcamp, bringt. Dieses Restcamp wird in dem uns vorliegendem Roadbook als Rustikal bezeichnet, ich finde “rustikal” ist dabei sehr stark übertrieben und auch die “bescheidenen Sanitäranlage” sind bescheidener als bescheiden. Der Swimmingpool ist aber ganz ordentlich. Spitze ist das nach allen Seiten offene Restaurant und noch besser war das dort von uns eingenommene Abendessen. Nach dem Abendessen wurden uns von einer Swazitanzgruppe folkloristische Tänze vorgeführt und eine “Swaziboygroup” sang ein Medley von afrikanischen Schlager. Nach dem wir dies überstanden hatten, gingen wir zu unserer rollenden Unterkunft und legten uns schlafen. Dies war ein langer Tag.

Montag, der 31.01.
Tagesziel: Mkhuze Game Reserve - Strecke: ca 230 km

Weiter gehts. Nach dem üblichen morgentlichen Zeremoniell, wie frühstücken usw., fahren wir heute wieder aus Swaziland heraus. An der Grenzstation des Ortes Lavumisa geht es “ruckzuck” und ohne Probleme. Wir sind wieder in ZA und der Reisepass ist um einige Stempel voller. Wir sind unterwegs in der Provinz KwaZulu Natal. Man merkt es an der Veränderung der Natur. Weg von den tiefgrünen Hügeln, rein in die Ebene mit rötlichbraunen Boden. Was auch auffällt, es gibt immer mehr Rundhütten der einfachsten Art. Auf den letzten 10 km sind wir im urigsten Afrika, so wie man es sich vorstellt. Einfache Rundhütten umzäunt mit einem Zaun aus aufrecht in den Boden gesteckten Ästen und mit dünnen Gerten verflochten. Stromleitungen sind nicht zu sehen, d.h. keine Elektrizität, Wasser gibt es nur am Gemeinschaftsbrunnen. Gegen 14.00 Uhr sind wir auf dem Campground der sehr einfachen Art angekommen. Er liegt in einem kleinen Tal, ist sehr großzügig. Die Stromversorgung erfolgt mittels Generatoren, wie wir kurz darauf erfahren. Also nichts mit Klimaanlage einschalten und das bei 37 Grad C. Die Hitze ist aber nicht besonders schlimm, es geht ein leichter Wind und sie ist trocken. Strom gibt es erst ab 17.00 Uhr und nur bis 22.00 Uhr. Das heißt für mich das ich um nachts schlafen zu können, den Innenraum bis fast zum “Gefrierpunkt” runterkühlen muß, sobald Strom da ist. Irgendwelche andere Aktivitäten unterlassen wir heute. Ede und seine Frau Marianne fahren aber noch auf Pirschfahrt und ins Maincamp und werfen sich dort in die Fluten des vorhandenen Swimmingpools. Wir relaxen und gegen 22.00 Uhr, nachdem wir eine gute Flasche Rotwein (Merlot Reserve 2001) getrunken haben, gehen wir zu Bett. Der Strom ist auch schon abgeschaltet und es ist angenehm kühl im Fahrzeug. Gut schlafen werde ich bestimmt.

Dienstag, der 01.02.
Tagesziel: St. Lucia - Sugarloaf Campground, Strecke lt. Roadbook: 240 km

Das Highlight heute war die Pirschfahrt durchs Hluhluwe / Umfolozi Game Reserve. Hluhluwe spricht man ganz einfach “Schluschluwe” aus. Gar nicht so schwer - wenn mans weiß. Das Wetter ist wie üblich schön, blauer Himmel und so weiter. Hoffenrlich wird es nicht so heiß. Habe sowieso schon einen Sonnenbrand am re. Oberarm, der den ganzen Tag voll der Sonne ausgesetzt ist. Schon vergessen. Linksverkehr, dass Lenkrad befindet sich auf der “falschen Seite”!! Wir fahren auf der N2 Richtung Empangeni. Nach ca. 35 min. geht es rechts ab zum Hluhluwe Game Reserve und nach weiteren 12 km geht es durch das Memorial Gate in den Natur Park. Jetzt ist wieder “Schleichfahrt” angesagt. Schon nach kurzer Fahrdauer sehen wir links und rechts der Strasse “Suhlen”, das sind Schlammlöcher. Für uns heißt das, hier müssen Rhinos sein. Aber vorerst tut sich wenig, das einzige was es zum sehen gibt ist Natur pur. Die Straße schlängelt sich kurvenreich und teilweise sehr eng durch den Park und wir staunen über die wirklich schöne hügelige Landschaft in einem satten Grünton. Die Sonne scheint, am Horizont aber ziehen Wolken auf. Aufeinmal tauchen rechts von uns mehrere Nashörner aus dem mittelhohen Buschwerk auf. Natürlich wird angehalten und fotografiert was das Zeug hält. Leider kann man die “Viecherln” schlecht ausmachen da das Buschwerk zu hoch ist. Also folgen wir ihnen bis zu einer Grasfläche, die lassen sich überhaupt nicht stören und ziehen gemächlich ihres Weges. Endlich hat`s geklappt mit den Rhinos. Langsam bekommen wir Hunger, deshalb zieht es uns zum Hilltop Camp. In unserem Roadbook steht: herrlicher Ausblick auf den Park und ein Restaurant gibt es auch. Die Straße wird immer enger und es geht steil bergan und es zieht Nebel auf. Bis wir im Hilltop Camp sind, regnet es und mit dem herrlichen Rund- bzw. Ausblick ist es auch nichts. Der Appetit ist uns auch vergangen, deshalb trinken wir im Restaurant nur Kaffee und essen dazu ein Stück guten Apfelkuchen. Anschließend fahren wir weiter. Als wir den Park dann am Nyalazi Gate verlassen scheint die Sonne wieder mit voller Wucht. Bevor wir aber den Park verlassen besuchen wir noch das Game Capture Center und schauen uns eine Ausstellung an. Gegen 13.00 Uhr sind wir dann in St. Lucia. Hier füllen wir im Spar Supermarkt unseren Lebensmittelvorrat auf und in den danebenliegenden Likörshop den Biervorrat.
Am Geldautomat der Bank ziehe ich noch Bargeld, funktioniert ganz einfach, wie zuhause. Eine
dreiviertel Stunde später sind wir auf den Campground. Uns wundert das hier bewaffnete Streifen rumlaufen. Also frage ich und mir wird erklärt das es schon mal vorkommt das sich Krokodile oder auch Flusspferde auf den Platz verirren. Die freundliche Streife geht sogar mit mir an das Ufer der Lagune und zeigt mir die Krokodile die auf einer Sandbank liegen und sich sonnen. Der Affe, der auf dem Bild zu sehen ist hat mir eine Scheibe Brot geklaut und sich dann frech auf den Pfosten gesetzt an dem der Wasserhahn befestigt war. So schnell wie der uns das Brot entwendet hatte, konnten wir gar nicht gucken. So nun Ciao, morgen gehts weiter.

Mittwoch, der 02.02.
Tagesziel: Skakaland Zulu Village and Hotel - Strecke: ca 150 km

Heute beginnen wir den Tag etwas langsamer. Frühstück gibt es erst um 07.30 Uhr. Der “Lorenz” brennt um diese Zeit schon ganz schön vom Himmel und es hat mindestens 25 Grad C. Von Rhinos oder Krokodilen haben wir nachts nichts gemerkt und Schüsse sind auch nicht gefallen. Wir hatten eine ruhige Nacht. Um 08.45 Uhr trifft sich die gesamte Truppe an der Bootsanlegestelle des St. Lucia Lake, zu einer 2 stündigen Bootstour. Wir fahren die 2 km bis zum Seeufer mit den Fahrzeugen - nicht aus Faulheit, weil keiner laufen will oder weil das Laufen uns alten und älteren Jahrgängen nicht zugemutet werden kann - nein, nach dem Bootsausflug geht es gleich weiter. Das Ausflugsboot steht bereit und um 09.00 Uhr legen wir ab. Kurt unser Tourguide hat heute morgen die Spendierhosen an und spendet für alle eine Runde Babyananasfrüchte, schön geschält. So gestärkt packen wir`s an.Nach der Bootstour, auf der wir einige einheimische Großvogelarten und viele, viele Flußpferde gesehen haben, gehts es sofort weiter nach Shakaland. Shakaland ist eine Hotelanlage im Stil eines Zulukraals und einem Zulukraal indem eine Zulusippe lebt die den “Touris” wie uns, ein heiles Zululeben vorspielen. Manche von diesen Leuten kommen am frühen Morgen und gehen nach Feierabend nach Hause. Ein Job wie jeder anderer. Aber interessant ist es schon. Übrigens diese ganze Anlage wurde von einer Filmproduktion gebaut, die dort den Film “SHAKA ZULU” gedreht hat.
Über die Strecke nach Shakaland gibt es wenig zu sagen, eintönig, hügelig, alles sandsteinbraun. Gegen
14.30 Uhr sind wir in Shakaland angekommen. Wir werden durch Einweiser auf dem Parkplatz eingewiesen der sehr klein ist. Heute nacht schlafen wir im Hotel, besser gesagt in Rondevaals die, bis auf zwei kleinere Echsen die fluchtartig im Dachgebälk verschwinden und einem Skorpion den ich später im bereitgelegten Badetuch finde, tiptop ausgestattet sind. Das Badezimmer hat Wanne und Dusche. Trinkwasser und Wasser zum Zähneputzen steht in Plastikflaschen bereit, denn das Wasser das aus den Wasserhähnen kommt ist dunkel- bis hellbraun. Für ein Bad in der Wanne ist es aber gut genug. Das nehme ich auch im Anschluss, nachdem wir uns in unserer Hütte eingerichtet hatten. Um 16.00 Uhr treffen wir uns in der Freiluftbar, dort beginnt nämlich das Zulukulturprogramm. Wir werden von einem Zuluguide abgeholt und der uns in die Geheimnisse des Zululebens einweist. Die Sache gestaltet sich ganz lustig, denn der Guide ist ein ganz “Knitzer”, dazu kommt noch Kurt, unser RL, der die englisch gesprochene Einweisung nach seiner Interpredation übersetzt. Beide haben es also faustdick hinter den Ohren und die Sache ist nicht zu trocken. Abends gibt es dann ein Dinner, wie immer Spitze.
Nach dem Essen kommt dann der Höhepunkt. Wir werden von “Zukukriegern” und -mädchen abegeholt und ins “Dorf” begleitet. Nachdem wir die Erlaubnis erhalten haben, den Kraal betreten zu dürfen geht`s zur Versammlungshütte. Hier stehen wieder zwei "Krieger", die uns auffordern einzutreten. Vorher müssen wir aber alle unsere Kopfbedeckungen abnehmen. In der Hütte nehmen wir Platz, werden durch den Sprecher des Sippenchefs begrüßt und dann geht die “Post” ab mit Tänzen von “Männlein und Weiblein” mit einpeitschender Trommelbegleitung. Die beiden Trommler haben an diesem Abend wirklich etwas geleistet, sie waren nach der sehr guten Show am Ende fix und fertig. Hier habe ich das erstemal gesehen wie Einheimische geschwitzt haben. Denen ist das Wasser nur so runtergelaufen. Anschließend nahmen wir noch einen Absacker in der Bar und spazierten später durch den dunklen Buschwald langsam zu unserer Hütte. Die war inzwischen innen angenehm kühl, da der Deckenventilator schon stundenlang lief und auch die Nacht durchgelaufen ist. In der Nacht habe ich ganz gut geschlafen, vielleicht war aber auch das gute Bier dran Schuld.??

Donnerstag, der 03.02. und Freitag, der 04.02.
Tagesziel: Ballito - Strecke: ca. 120 km

Aufstehen, Frühstücken, alles fast wie immer. Nur heute gibt es ein leckeres Frühstücksbüffet und klasse
Eieromeletts. Die sind einfach Spitze. Nach dem Frühstück noch einmal eine Stunde Zulukultur, d.h.
Besichtigung der Abteilungen die am Tag vorher nicht dabei waren. Dann verlassen wir die gastliche Stätte und fahren in Richtung Küste - Indischer Ozean - nach Ballito. Gegen 14.00 Uhr treffen wir auf dem sehr schönen Campground ein, bekommen unsere Stellplätze zugewiesen und machen uns auf diesen breit. Da es wieder sehr heiss ist (41° C) nimmt natürlich fast jeder seine Klimaanlage in Betrieb und die Frauen werfen die Waschmaschinen an um Wäsche zu waschen. Wir bleiben ja 2 Tage auf diesem Platz. Also passiert das was passieren muß, bei einigen Stromanschlüssen knallt die Sicherung durch, einschließlich der Hauptsicherung unserer Platzabteilung. Nach Reklamation bei der Platzverwaltung kommt auch mehrmals ein Elektriker, der bei der Problembehebung aber offensichtlich überfordert ist. Erst als er nach mehrmaliger Aufforderung seinen Chef mitbringt bekommen die beiden die Sache in den Griff. In der Zwischenzeit habe ich mich mit meinem Fz auf einen etwas weiter entfernten Platz gestellt und hatte hier keine Probleme mit dem Strom. Roswitha ging dann an den Strand und ich ruhte mich mal richtig aus. Zum Baden war das Wasser einfach zu kalt.
Am Freitagmorgen wurden die ganz Truppe von einem Bus abgeholt und wir fuhren ins ca. 40 km entfernte Durban zur Stadtbesichtigung. Zu Durban habe ich eigentlich wenig zu sagen. Im indischen Viertel besuchten wir den Markt, streiften durch die Markthallen und bewunderten den Trubel. Um die Mittagszeit gingen wir am Meer in ein sehr schönes indisches Restaurant zum Essen. In der Zeit, wo alle beim Essen waren, klauten aus unserem Bus irgendwelche Langfinger, einen Rucksack. Darin befanden sich Scheckkarten, ein nicht geringer Geldbetrag und sonstige persönliche Gegenstände. Weiter entwendeten sie aus einem anderen Rucksack ein Handy. Wie das passieren konnte ist jedem von uns eigentlich unklar. Der Busfahrer beteuerte uns gegenüber er hätte sich nie weiter als 5 m vom Bus entfernt und die offenen Türen des Busses im Auge gehabt!!! Auch Inge, der weibliche Tourguide für Durban, sagte uns das sowas noch nie passiert wäre und sie dem Fahrer glaubt, da sie schon seit Jahren Partner sind. Wir fuhren dann nach Ballito zurück, natürlich in etwas gedrückter Stimmung. Vorher aber haben die Bestohlenen noch mit Kurts Hilfe die geklauten Scheckkarten sperren lassen. Abends gab es dann ein Grillfest (Braai) für alle.

Samstag, der 05.02.
Tagesziel: Royal Natal Park / Mahai Camp - Strecke: ca. 340 km

Wir fahren um 08.00 Uhr los. Zuerst auf der M4 immer am Indischen Ozean entlang Richtung Durban, dann biegen wir rechts ab auf die N2 Richtung Harissmith. Aber schon nach wenigen Kilometern geht es auf die R103, auch 1000 Hills Road genannt. Diese Straße führt uns durch das Valley of Thousend Hills. Wie man auf dem Bild unten deutlich sehen kann führt die Straße durch sehr starkes hügeliges Gelände, also durch 1000 Hills. Die schmale und kurvenreiche Str. lässt sich gut fahren und es ist auch kaum Gegenverkehr, man kann deshalb die Fahrt richtig geniesen. Es hat den Anschein als fahre man durch eine “ModelleisenbahnIandschaft”. In Hillcrest machen wir Rast, lassen uns den Kaffee schmecken und erfreuen uns an der Landschaft. Nach einer knappen Stunde geht es weiter, bei Cato Ridge stoßen wir wieder auf die N3 bis Pietermaritzburg. Durch diese Stadt machen wir mit den WoMo`s eine Sightseeingtour. Dabei kommen wir auch am Bahnhof vorbei. Hier wurde einmal Mahatma Ghandi aus dem Zug geworfen und dadurch zum “Revolutionär” Wir sind wieder auf der N3 und nähern uns langsam unserem Tagesziel. Aber nach einem Blick auf unsere Wegskizze liegen noch rd. 200 km vor uns, d.h. etwas mehr “Speed”. Nach gut 2 Stunden haben wir unser Ziel erreicht und erreichen den Campground in den Drakensbergen. Vor uns sieht man schön das sogenannte Amphitheater mit seinen bis 3000 m hohen Bergen. Der Platz, ein großen Wiesengelände liegt direkt an einem kleinen Fluß, man kann richtig das Wasser plätschern hören. Sportlich müssen wir uns auch gleich betätigen, wir sind aber nicht alleine. Wir müssen nämlich zurück zum Visitor Center und der Rezeption, wir haben vergessen uns anzumelden. Also gehen wir die ca. 3 km zu Fuß, tut uns ganz gut das bißchen Bewegung. Nachdem wir wieder zurück am Fz sind gibt es den üblichen Abendablauf.
Leicht zu regnen fängt es auch an, aber die Luft ist erholsam, nicht mehr so drückend wie die Tage vorher.

Sonntag, der 06.02.
Tagesziel: Golden Gate, Glen Reenen Campground - Strecke: ca. 140 Km

Bevor wir uns heute auf Achse machen, wandern wir ein bißchen. Das Wetter ist herrlich, die Sonne scheint, der Regen ist vorbei und die Bergspitzen des Amphitheaters legen im Nebel.Die Luft ist herrlich. Wir laufen den parallel mit zum Lauf des des Flüßchens, bergauf. Nach einer halben Std. Fußmarsches erreichen wir die Cascades und setzen uns einfach hin um zu lauschen. Noch sind wir alleine und man hört nur das Rauschen des Wassers und das Gezwitscher der einheimischen Vögel. Wir gehen noch ungefähr eine halbe Stunde weiter nach oben, dann drehen wir aus Zeitgründen wieder um. Schade, ich wäre gerne weitergelaufen.
Gegen 10.00 Uhr sind wir wieder am WoMo und fahren los. Wir wollen jetzt zum Basutho Cultural Villige um einiges über die Geschichte der Basuthonation zu erfahren, ausserdem erfahren wir viel über die Lebensweise der Basutho. Wir, das heisst alle Tourteilnehmer treffen sich um 11.30 Uhr in der “Kulturstadt” der Basutho. Nach einem Rundgang durch das Dorf, übrigens die Basutho sind bekannt dafür das sie ihre Häuser und Hütten mit sehr schönen Malereien verzieren, gibt es Mittagessen das eigentlich wie immer sehr gut ist und für zwei Personen 80 Rand kostet. Eine Dose Cola kostet zum Beispiel 4 Rand, daß sind umgerechnet ca. 0,50 Euro. Traumpreise, oder ?? Nach dem Mittagessen geht es weiter, wir befinden uns im Golden Gate Highland National Park, auf der R712 und machen nach ca. 20 km zuerst eine Schlenker ( Oripi Loop) nach rechts. Nachdem wir nach 4,5 km die R712 wieder erreicht haben, gehts diesmal nach links ab (Bleskop Loop) - Umweg rd. 7km . Warum, ganz einfach hier soll es die seltenen Bergzebras geben. Leider haben wir keine zu Gesicht bekommen, aber dafür sind die Berge und tiefen Schluchten schon fast spektakulär. Wir fahren also weiter zum Campground, den wir dann auch nach wenigen Minuten erreichen. Der Platz ist relativ klein und liegt am Fuße eines hohen Felsens, immer noch in den Drakensbergen, man merkt dies auch an der Temperatur. Nicht das es kalt ist, aber es ist auf alle Fälle kühler auch wenn die Sonne scheint.

Flagge und Wappen des Königreiches Lesotho

Montag, der 07.02
Tagesziel: Aliwal North / Aliwal Spa Holiday Resort Campground - Strecke: rd. 440 km

Ein langer Tag liegt vor uns und wieder grenzüberschreitend. Heute wollen wir durch das Königreich Lesotho, dass auch als “Königreich des Himmels” bezeichnet wird.
Das Koenigreich Lesotho, klein und gebirgig, ist das einzige Land der Welt, das mit seinem ganzen
Staatsgebiet über einer Höhe von 1000 Metern liegt. Das Land, das ganz von Südafrika umschlossen
wird, aber zu keiner Zeit ein Teil desselben war, liegt auf dem höchsten Abschnitt der Drakensberge am
Ostrand des südafrikanischen Plateaus. Im Westen senkt sich das gebirgige Land von den Bergausläufern zu sanften Hügeln und einer Ebene entlang der Grenze; hier leben zwei Drittel der Bevölkerung. Die drei großen Flüsse Orange, Caledon und Tugela entspringen in den Bergen Lesothos. Der Name des Landes bedeutet "das Land der Sotho sprechenden Leute", wobei die Sprache "Südliches Sotho" gemeint ist. Den Grenzübergang nach Lesotho bei Butha-Butha erreichen wir gegen 08.30 Uhr. Nicht viel los, nur ein Fz vor uns. Am Automaten ziehen wir uns für 15 Rand ein Einreiseticket und stellen dann unsere Fahrzeuge ab. Jetzt müssen alle, bewaffnet mit ihrem Reisepass ins Office. Hinter dem Schalter sitzt eine junge Grenzbeamtin, strahlt uns an und freut sich offensichtlich das jemand kommt. Wir legen ihr unsere Pässe vor, sie wirft einen Blick rein, fragt uns wie lange wir uns im Land aufhalten
werden und drückt den Einreisestempel aufs Blatt. Die Frage nach einer Entry-Card verneint sie und meint: Sie sind doch aus Deutschland und benötigen deshalb keine. Das alles hat keine 5 Min. gedauert.
Wir steigen wieder in unsere Fahrzeuge und fahren bis zum Schlagbaum vor. Hier stehen zwei
lesothische Zollbeamte. Einer von denen steigt zu Ede u. Marianne hinten ins Fz um zu kontrollieren. Es dauert, Ede diskutiert mit den Leuten und darf dann endlich weiterfahren. Wir, Roswitha und ich sind an der Reihe. Einer der Männer kommt ins Fz, geht an den Kühlschrank und fragt mich ob ich Fleisch dabei habe. Das kann ich mit ruhigem Gewissen verneinen, da uns unser RL Kurt am Abend vorher darauf hingewiesen hat: kein Fleisch mit nach Lesotho nehmen. Das scheint den Mann zufrieden zu stellen und er geht raus aus dem Fz. Er redet mit seinem Kollegen und kommt wieder zurück. Jetzt fragt er mich nach Alkohol. Da bejahe ich, denn ich habe 7 Dose Bier im Kühlschrank liegen, die will er sehenl. Bier darf ich nach Lesotho auch nicht mitnehmen, meint er. Ich antworte ihm, dass es sehr schade sei, da ich doch deutscher Tourist aus Bayern bin und das Bier für mich Medizin sei. Er lacht und belehrt mich das er nochmals ein Auge zudrücken will, ich aber das Bier weder im Land verschenken noch trinken darf und verläßt unser Fz endgültig. Wir wollen gerade losfahren da kommt er nochmals ans Fz und fragt mich ob ich “Kahn” kenne. Natürlich, antworte ich ihm, zwar nicht persönlich aber doch vom Fernsehen her und aus den Zeitungen. Gut meint er nur und gibt seinen Kollegen das Zeichen den Schlagbaum anzuheben. Das macht dieser auch und beide winken uns strahlend zu und wünschen einen schönen Urlaub und gute Fahrt. Wir können endlich losfahren, aber so ganz hat er mir vielleicht doch nicht abgenommen das wir bayrische Touristen sind. Erst nach seiner Kontrollfrage die ich ihm scheinbar zufriedenstellend beantwortet habe, hat er uns fahren weiterfahren lassen. Das zu “Grenzschikanen” an der Grenze nach Lesotho. Durch Lesotho ging es relativ schnell, haben nur 4,5 Std. gebraucht. Dank der recht guten Strassen im Land. Erlaubte Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h. Wir fuhren in 3 Verkehrskontrollen - so viele hatten wir während der ganzen Fahrt nicht. Konnten aber überall durchfahren, nach Aufforderung. 4 Geschwindigkeitskontrollen haben wir auch passiert, hier wurden wir schon von weiten durch gewunken und überall freundlich gegrüßt. Na ja, dazu nur folgendes: wir haben uns einfach an die Verkehrsregeln gehalten, so wie man es überall machen sollte. Bei der Ausreise mußten wir etwas länger warten, scheinbar wollte halb Lesotho nach ZA. Aber nach 20 min waren wir auch durch und wieder in ZA. Vorher gab`s natürlich einen Ausreisestempel in den Pass. Die restlichen 130 km bis zum Campground sind wir ohne Pause durchgefahren. Gegen 16.30 Uhr hatten wir es geschafft. Der Platz war riesig, aber total heruntergekommen. Die Toilettenanlage für Männer eine Katastrophe hoch 3. Aber es war ein Swimmingpool vorhanden, der auch genutzt wurde. Auf`s duschen haben wir verzichtet, uns nur am nächsten morgen gewaschen und da war es besser man machte dies an einem Wasserhahn im Freien.

Unsere Fahrtroute

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